Mit dem Yorkie zur Ausstellung


Sinn und Zweck einer Hundeausstellung

Auf Ausstellungen (Zuchtschauen) werden die Hunde nach ihrer äußeren Erscheinung, ihren Bewegungen und ihrer Haltung im Stand von einem Richter beurteilt. Grundlage für seine Entscheidungen ist der Rassestandard.

Erklärtes Ziel einer Ausstellung ist, eine Rasse zu verbessern und das vorhandene »Zuchtmaterial« zu kontrollieren. Obwohl viel vom Begriff »Schönheitskonkurrenz« ge-sprochen wird, steht an erster Stelle die Gesunderhaltung der Hunderassen. Wenn Sie die Yorkshire-Terrier mit ihrem langen Haarkleid, schaugerecht zurechtgemacht, stehen sehen, kommen Ihnen da vielleicht Bedenken. Auch über das Schleifchen am Schopfhaar des Yorkies gibt es so manche Diskussionen...

Sehen Sie die Sache doch mal von dieser Seite: Das Schleifchen hat den Sinn, dem Yorkie das Haar aus dem Gesicht zu halten, und das meist rote Samtpodest (das jedoch nicht immer Verwendung finden darf) soll den kleinen Hund besser zur Geltung bringen. Auch für ältere Aussteller ist dieses Podest eine Erleichterung. Das Trainieren zur Folgsamkeit und Leinenführigkeit, das neben dem Rassetyp und den gesundheitlichen Faktoren ebenfalls bewertet wird, sollte auch für einen nicht ausgestellten Hund selbstverständlich sein.

Ein zusätzlicher, nicht unwichtiger Grund, seinen Yorkshire-Terrier auf einer Ausstellung zu zeigen, ist manchmal auch wirtschaftlicher Natur. Immer wieder treten Versicherungen an Ausstellungsrichter oder Hundeverbände heran, um den Wert eines Hundes zu erfahren, der zum Beispiel von einem größeren Artgenossen getötet wurde. Ohne Ausstellungsbewertung ersetzen die Versicherungen meist nur einen Teil des Wiederbeschaffungswertes, also nicht einmal den Preis eines neuen Welpen. Welchen ideellen Wert das Tier für seinen Besitzer hatte, wird dabei nicht berücksichtigt.

Ausstellungen & Titel

Ausstellungen werden weltweit nach unterschiedlichen Kriterien veranstaltet. Je nach Größe, Veranstalter und Teilnehmer werden dabei Bewertungsnoten und Anwartschaften für Titel vergeben. Es gibt Tagestitel auf der jeweiligen Ausstellung und Titel, die durch mehrere Anwartschaften erworben werden können – so zum Beispiel Championtitel des jeweiligen Landes (Deutscher Champion...) und auch Internationaler Champion, der durch erworbene Anwartschaften in mehreren Ländern (Schweiz, Österreich, Belgien usw.) bestätigt werden kann. Die Richter dieser Ausstellungen müssen deshalb besonders gute Kenner der jeweiligen Rasse sein.


Vorab: Die Haare dieses Yorkies sind zu lang, sie sollten etwa 2 cm über dem Boden sein.
Man braucht viel Geduld, Übung und Ausdauer, bis sich ein Yorkie perfekt dem Richter präsentiert – hier muss er zeigen, dass er auch in der Bewegung keine körperlichen Mängel aufweist. Die Leinenführigkeit bzw. das Laufen an der Leine sollte jedoch für jeden Hund eine Selbstverständlichkeit sein.


Voraussetzungen für die Ausstellung

Gehen Sie zuerst als Zuschauer zu einer Ausstellung, sehen sich die schönen Tiere an und machen sich mit der Materie vertraut. Übrigens kann man auch Ausstellungen besuchen, ohne Hundebesitzer zu sein. Die Aussteller werden Ihre Fragen gerne beantworten – sofern sie nicht gerade ihren Hund vorbereiten müssen. Ausstellungsorte und -termine erfahren Sie über den Verein.

Wenn Sie Ihren Yorkie das erste Mal auf einer Ausstellung präsentieren wollen, melden Sie sich und Ihren Yorkie am besten bei einer »Spezialzuchtschau« an, die von den Rasseclubs veranstaltet werden. In diesem kleineren, übersichtlicheren Rahmen finden Sie sich als Anfänger leichter zurecht. Hier ist die Atmosphäre in der Regel familiärer als bei den großen Schauen. Auch Gespräche mit anderen Ausstellern kommen dort leichter zustande.

Die Meldung eines Hundes zu einer Ausstellung ist mit Kosten verbunden, die je nach Veranstalter unterschiedlich sind. Internationale Ausstellungen (CACIB), bei denen alle Hunderassen vertreten sind, werden von den Dachverbänden in großen Hallen mit großem finanziellem Aufwand (meist auf Messegländen) organisiert – die Meldegbühren sind entsprechend höher als bei Spezialausstellungen eines Clubs, die in Räumlichkeiten wie z.B. Vereinshallen u.a. stattfinden. Diese Club-Ausstellungen sind jedoch nur durch zeitintensive, freiwillige Mitarbeit der Vereinsmitglieder möglich.

Die Pflege des Ausstellungshundes

Etwas mehr Aufwand müssen Sie schon betreiben, wenn Sie Ihren Yorkie auf einer Aus-stellung präsentieren wollen. Ein ungepflegter Hund gilt als Beleidigung für den Richter, der das Tier beurteilen muss. Hier erfahren Sie alles über die Pflege.

Allgemeis zum Hobby und Hundesport Ausstellen

Hunde ausstellen ist ein schöner Sport – man trifft sich mit vielen Gleichgesinnten immer wieder an verschiedenen Orten über viele Jahre und es entstehen Freundschaften. Es müssen Regeln eingehalten werden, die je Veranstaltungsart, Verein oder Land sehr unterschiedlich sein können. Wir wissen, dass der eigene Hund immer der Schönste, der Beste ist – das Ausstellen bedeutet aber auch, dass man die Entscheidungen der Richter akzeptiert und sich mit anderen über deren Erfolge freut.

Hier erfahren Sie z.B. alles über Zucht- und Ausstellungs-Bestimmungen des 1. Deutschen Yorkshire-Terrier-Club eV.

Viele wichtige und interessante Tipps zu allen Yorkie-Themen finden Sie im Ratgeber »Yorkshire-Terrier«, den Sie hier bestellen können.


Die Sieger einer Ausstellung und alle anderen freuen sich über einen schönen, interessanten Ausstellungstag.